Wie höre ich auf, mich zu vergleichen? – Folge 28
Shownotes
„Der Vergleich ist der Feind des Glücks.“ – Aber stimmt das wirklich?
Wir vergleichen uns ständig. Mit Kolleg:innen, Freund:innen, Eltern auf dem Spielplatz, Menschen auf Social Media oder sogar mit unserem früheren Ich. Doch ist Vergleichen tatsächlich das Problem – oder vielmehr die Art und Weise, wie wir es tun?
In dieser Folge von Leben in Resonanz sprechen Doris Maybach und Stefan Rosenauer darüber, warum Vergleichen ein zutiefst menschlicher Vorgang ist. Und wann er für uns förderlich ist bzw. wann er uns in unserer Entwicklung mehr hemmt als voran bringt.
Außerdem geht es um die Fragen:
• Warum wir uns meist mit Menschen vergleichen, die scheinbar mehr haben als wir
• Weshalb Social Media unser Gehirn vor neue Herausforderungen stellt
• Wie Vergleiche unseren Selbstwert stärken oder schwächen können
• Warum Neid oft ein wertvoller Hinweis auf unsere Bedürfnisse ist
• Wann Vergleichen motiviert – und wann es uns ausbremst
• Weshalb der Vergleich mit dem eigenen früheren Ich oft der hilfreichste sein kann
Eine Folge über Selbstwert, Orientierung, Zugehörigkeit und die Kunst, bewusster mit Vergleichen umzugehen.
Wie gehst du mit Vergleichen um? Schreib uns deine Gedanken in die Kommentare!
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Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen bei unserem Podcast Leben in Resonanz.
00:00:21: Schön, dass ihr wieder mit dabei seid.
00:00:23: heute zum Thema
00:00:25: Wie höre ich auf mich zu vergleichen?
00:00:29: Bevor wir uns dieser Frage zuwenden wie man aufhört Doris warum vergleicht man uns überhaupt?
00:00:37: Wir vergleichen uns, weil wir soziale Wesen sind.
00:00:41: Und insofern kann man schon vorwegnehmen es ist unmöglich uns nicht zu vergleichern.
00:00:46: Weil was wir gerne tun is zu schauen wo stehen wir?
00:00:50: Wo stehen wir in unserer Gemeinschaft?
00:00:53: Wo stehen wir in Gesellschaft?
00:00:55: das ist Das.
00:00:56: Vergleichen ist so alt wie die Menschheit.
00:00:58: Wir sind aufeinander angewiesen und wir haben ein Grundbedürfnis zu schauen, wo im Vergleich zu den anderen sind wir verortet.
00:01:07: Das ist schon allein jetzt von der Rangordnung in einer Gruppe.
00:01:11: Von dem her wichtig?
00:01:12: Zu schauen.
00:01:12: okay, wo kann ich da meinen Platz finden?
00:01:16: Und was kann ich?
00:01:18: Was kann ich weniger gut?
00:01:19: Deshalb ist der Versuch aufzuhören uns zu vergleichen von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
00:01:26: Das heißt, aus meiner Sicht ist es auch ein Blödsinn zu sagen ich muss aufhören wobei ich dieses Argument schon verstehe dass viele Leute darunter leiden und unter dem Leiden das sie sich vergleichen und in der Social Media Welt wenn wir uns jetzt heute anschauen ja alles über den Vergleich geht ganz viel über den Vergleich geht.
00:01:48: und dann diese Sprichwort Der Vergleich ist der Feind des Glücks.
00:01:53: Ich dem natürlich auch was abgewinnen kann, was denkst du da dazu?
00:02:01: Also ich, wenn Du jetzt gerade Social Media gesagt hast, in der Vorbereitung zu diesem Podcast ist man das so bewusst geworden wie wir mit einem quasi alten Gehirn – wo wir uns immer verglichen haben plötzlich mit hundert Millionen Menschen mehr vergleichen, als man das vor wenigen Jahren.
00:02:22: Also wenn man nur die Zeit vor dem Internet nimmt und es ist jetzt nicht so lange her dann waren die Vergleichsmöglichkeiten einfach andere wie jetzt wo ich in fünf Minuten Insta mir die Welt unter alle Kulturen und alle möglichen Fake-Stories reinziehen kann.
00:02:44: Ich erlebe das auch im Coaching immer wieder, dass das Vergleichen einfach wirklich emotional zu Schwierigkeiten führt.
00:02:54: Also da würde ich sagen vielleicht nicht das Vergleiche an sich sondern wie wir vergleichen und womit wir uns vergleichern also die Qualität unseres Vergleichs.
00:03:01: oder könnte man das so sagen?
00:03:03: Ja es ist ja so, dass wir vergleichen uns so wie du gesagt hast automatisch und wir reagieren automatisch drauf.
00:03:14: Wie gesagt, wir haben glaube ich schon mal darüber gesprochen.
00:03:16: Zwei Hundert Millisekunden braucht es bis wir antizipieren was da draußen ist.
00:03:21: also das heißt wir schauen uns irgendwie dieses Bild von jemand an von einem klassen Mann und einer tollen Frau und und zweihundert Millissekunden brauchen unser System auf das zu reagieren.
00:03:32: und das heisst das ist zum einen viel schneller als als wir irgendwas bewusst tun und vor allem haben wir eine emotionale Reaktion weit unter der Bewusstseinsschwelle.
00:03:44: Und ich glaube, dass das die großen Schwierigkeiten macht.
00:03:48: Dass man uns dann irgendwie mit jemandem vergleichen, der wie schön ein größer Reicher und sonst irgendwie ist und das gibt uns dann auch schlechtes Gefühl.
00:03:56: und wenn wir zu viel von diesen Gefühlen haben deswegen kennen sich ja viele Leute es sind zehn Minuten auf Social Media und nachher geht's ihnen irgendwie schlechter.
00:04:07: Das ist glaub' ich ein großes Thema.
00:04:11: was günstiges sich dem bewusst zu widmen.
00:04:14: Das soll ja heute auch unsere Folge sein, dass man so bewusst wird womit vergleiche ich mich?
00:04:20: Wir als Menschen haben die Dendenz uns wirklich aufwärts zu vergleichen.
00:04:25: Also wir vergleiche uns ja und das ist dann vielleicht eben Teil des Problems, dass du gerade angesprochen hast mit der tollen Frau, dem tollen Mann, mit dem der was besser kann, mit jemandem, der noch viel erfolgreicher ist.
00:04:38: Und es liegt auch in uns.
00:04:40: Wir haben gerne so eine Bewertung unserer eigenen, unseres Erfolgsniveaus, unsres Wohlstandsniveaus nur... vergleichen wir uns mit Menschen, die mehr haben.
00:04:49: Und vergleiche eigentlich nicht die Personen, mit denen wir vergleichbar sind, die die ähnlichen Rahmenbedingungen haben oder die ähnelichen Möglichkeiten haben sondern auch aufgrund von Social Media und so weiter mit Nicht-Vergleichbarem.
00:05:04: Wir nehmen einen Aspekt raus aus deren Leben und da sind sie vielleicht erfolgreicher aber unter Ausschluss dessen was die sonst vielleicht nicht schaffen im Leben oder nicht haben was wir aber vielleicht hätten.
00:05:19: Und das ist so, ich denke da immer an das Beispiel auch weil es aus der Praxis immer wieder kommt dass Frauen Mütter sagen Ich stehe am Spielplatz und ich lose ab eigentlich, weil da höre ich wie die anderen Frauen erzählen.
00:05:32: Wie sie den selbstgemachten Prei für ihre Kinder kochen?
00:05:36: Und ich habe irgendwas mit vielleicht irgendwelche alten Sollette!
00:05:40: Und kommen wir schon wieder vor wie eine schlechte Mutter.
00:05:43: Dann bin ich Teilzeit im Job und dann vergleiche ich mich mit den Frauen, die total erfolgreich sind und die Karriereleiter aufgestiegen sind und mich überholt haben.
00:05:52: Und ich denke mal was mache ich da
00:05:53: eigentlich?!
00:05:56: beschäftigt und los dort ab.
00:05:59: Ich habe fast keine Zeit mit meinen Freundinnen, meine Freundinnen und die Freundin, die arbeitet aber vielleicht zwanzig Stunden und hat keine Kinder also aufruft vielleicht jetzt auch an zu Hause womit und mit wem vergleichst du dich?
00:06:14: Und dich selbst zu beobachten.
00:06:18: Was schließe ich denn da alles aus, was ich gar nicht wissen kann von der Person und welchen Preiszahlte vielleicht auch dafür?
00:06:24: Weil irgendwie so wollen wir alle Ronaldo sein.
00:06:26: Aber was Ronaldo vielleicht nicht leben kann in der Zeit wo er Fußball spielt, das vergessen wir dann!
00:06:33: Und sich selber auf die Schliche zu kommen ist es womit ich mich vergleiche überhaupt vergleichbar?
00:06:40: Ich finde hat der Robert Kratke, der Moderator der quasi in Österreich über lange Jahre wahrscheinlich bekannteste erfolgreichste Moderator oder Radiomoderator war zum Thema Erfolg mal gesagt, dass er findet nicht das er erfolgreich ist.
00:06:56: Weil wenn man seine ganze Energie in ein Thema rein steckt dann wird man unweigerlich da gut und das hat im anderen Lebensbereich total gefehlt Bedarf.
00:07:12: Und da ist er nach seiner Diktion total schlecht, wenn es jetzt um Beziehungen und andere Themen geht.
00:07:21: Das fand ich irrsinnig.
00:07:21: Ich fand das sehr mutig und interessant weil wir ja genauso wie du gesagt hast dazu neigen uns dann mit dem zu vergleichen und den Blick aufs Ganze verlieren.
00:07:35: was ich beim Thema Vergleiche jetzt gerade so im Coaching eigentlich sehr interessant finde, das ist vielleicht so wie wenn jemand eifersüchtig ist oder neidisch ist dass man irrsinnig viel erfahren über unsere Bedürfnisse.
00:07:51: Also wenn wir so will der positive Nebeneffekt vom Vergleichen und dass man unglücklich wird, dass man rausfindet was man eigentlich möchte.
00:08:01: Und
00:08:01: worauf man schaut auch offensichtlich?
00:08:03: Was dort kriterieren sind das eigene innere Wertesystem
00:08:07: genau Und ich finde, es ist so eine Balance weil das kann ein Antreiber sein.
00:08:11: Also ich finde jetzt neben dem wie du gesagt hast dass wir uns da sehr schwer tun und dass man das abstellen wird.
00:08:17: vielleicht machen Menschen gut tun sie würden sich einstellen mit damit beginnen da und dort was zu vergleichen.
00:08:23: ja weil dann das vielleicht pusht.
00:08:26: Absolut!
00:08:26: Weil das vielleicht hilfreich
00:08:27: ist.
00:08:27: Das ist auch eine Inspiration?
00:08:29: Weil das eine Inspiration ist.
00:08:31: Und zum anderen weil man einfach wirklich erfährt gerne vielleicht hätte.
00:08:36: Und vielleicht auch was möglich ist,
00:08:38: wo man
00:08:38: selber den Beweis kriegt da wo ich glaube es geht nicht weiter zeigt mir doch jetzt jemand anderer es geht sehr wohl weiter und das ist ja auch soziales Lernen.
00:08:48: wir verwenden sie im Coaching nicht wenn wir da so ein Behaviour Generator oder bestimmte Interventionen denken oder überhaupt lernen.
00:08:54: einem Modell lernen einen Modell heißt ja auch immer also wie jedes Kind lernt Das Kind vergleicht sich mit einer anderen Person Und merkt, ich kann das nicht und macht es nach.
00:09:06: Und ohne einen Vergleich oder eine Referenz wie bist du im Vergleich zu mir?
00:09:11: Was zeigst du mir was ich vielleicht jetzt noch nicht kann von dem lebt ihr ja im Endeffekt auch lernen also immer wieder zu vergleichen wie weit bin ich denn schon?
00:09:21: Auch nicht nur der Vergleich mit anderen sondern auch der Vergleich sich selber nämlich.
00:09:25: auch Ich war vielleicht heute Bin ich schon besser oder kann das schon?
00:09:30: Ja macht man das weniger Probleme als also die Version von mir vor einem Jahr, dann macht ja vergleichen auch total Sinn und ist auch total positiv oder?
00:09:41: Jetzt sind wir so ein bisschen in das Tabu des Themas schon hineingeschwittert.
00:09:47: Das Tabu...des Themas!
00:09:51: Das Tabuh des Theemas heute is.
00:09:53: fang doch endlich an dich zu vergleiche.
00:09:58: Wann und wem Doris würdest du das raten?
00:10:03: Ich würde es
00:10:05: Oder man würdest das selber raten?
00:10:07: Naja, ich würde genau in diese Richtung nochmal danach stoßen.
00:10:12: Nämlich dann wenn ich merke dass mich bestimmte Beliefs hindern meine Sehnsüchternbedürfnisse tatsächlich zu leben und dann würde mir gute Beispiele holen.
00:10:23: und da ist er wieder so schon super weil wir heute Zugang haben zu Topleuten.
00:10:30: Das heißt, ich muss das Rad nicht neu erfinden.
00:10:32: Und da mir Inspiration zu holen, mich zu vergleichen im Sinne von was kann ich da dazulernen?
00:10:38: Ja so würde das angehen und würde es auch weiter empfehlen in positiven Sinne das zu tun wobei ich einschränken möchte.
00:10:48: Das war ja das Problem dann manchmal.
00:10:50: dabei ist die Bewertung von dem also dieses Ergebnis.
00:10:53: Ich habe dann so einen Strich Ich vergleiche mich mit der Person und denk mal, wow!
00:10:59: Die macht das toll.
00:11:00: Die kann das alles?
00:11:01: Ich kann das nicht.
00:11:02: Und Gott, wie machen wir das?
00:11:04: Ich bin ein Loser.
00:11:05: Im Vergleich zu dir bin ich ein
00:11:06: Losern.".
00:11:08: Das vergleichen an sich, das kann total konstruktiv sein unter der Voraussetzung dass es nicht die Bewertungsmaschinerie in uns wieder anstößt zu sagen, das schaffe ich sowieso nicht.
00:11:20: Wieder frustriert zu sein und dann wird's natürlich kontraproduktiv.
00:11:23: D.h.,
00:11:24: da auch bitte vielleicht für euch zu Hause auch darauf zu achten, was tue ich denn gerade und nicht in der automatisch reaktiven Art sowie du es vorher gesagt hast ganz automatisch reagieren wir.
00:11:35: Und dazu sagen, ich gehe aktiv mit meinem Vorgang des Vergleichens um.
00:11:40: Ich werde mir dessen bewusst und wenn man dessen bewusst ist das für mich selbstwert fördernd, was ich da tu oder ist es selbst wird schwächend?
00:11:48: Ist es ermächtigt sich etwas zu tun oder hinderts mich was zu
00:11:54: tun?
00:11:55: Wie würdest du das Tabu des Themas beantworten?
00:11:58: Oder wo würdest du sagen, da wäre vielleicht sogar mehr Vergleich zielführend.
00:12:03: Auch vielleicht für Klientinnen die zu denen im Maxis kommen.
00:12:06: Ja also jetzt im Coaching kenne ich beide es dass Leute kommen, die vielleicht ... Das was man Fremdreferenz nennt... Also die sehr wenig Fremddreferents haben, die quasi nur auf das schauen, was sie viel gut und richtig finden und nicht den Vergleich im Außensuch.
00:12:25: Das ist eine gute Fähigkeit, aber es wird halt oft am sozialen Miteinander das Leben vorbei entwickelt.
00:12:35: Und die brauchen dann mehr Vergleich.
00:12:38: Das ist ein bisschen dieses Ego?
00:12:40: Genau!
00:12:40: Das ist dann so die Gefahr, dass das Ego gestärkt wird eigentlich.
00:12:47: und dann gibt's umgekehrt ... Wo das genau umgekehrt ist, die sich immer vergleichen und denen es dann immer schlecht geht.
00:12:53: Das heißt, die mit weniger Selbstwert haben und der Vergleich den Selbstwert noch einschränkt.
00:13:01: Und da bringt dieser Ratschlag natürlich nix.
00:13:06: Mir hat ein Coach Himal was total Interessantes gesagt und zwar wenn er die Geschichte von jemandem anderen erfährt, dann achtet dabei sich ganz genau etwas passiert.
00:13:20: Und wenn er irgendwie so ein Gefühl hat wie Neid oder wie Frust, dann weiß er, er braucht jetzt eigentlich das Öffnet die Türe um selber was dazuzulernen.
00:13:33: Er muss diesen Frust loswerden, also er nimmt sich eine Coachingstunde um diesen Neid loszuwerden Und er weiß, er ist draußen wenn er eine tolle Geschichte von jemanden hört der wo was besser kann und wenn er selber sagt das will ich auch.
00:13:50: Oder stehen lassen vielleicht?
00:13:51: Genau.
00:13:51: Stehen lassen.
00:13:52: oder wenn es in Motivation kippt.
00:13:54: Ja voll!
00:13:55: Wenn's in Motivaation kipped weil dann quasi kippts in Begeisterung und dann kann man fragen wie hast du das gemacht?
00:14:01: und... Das ist überhaupt wenn ich... Was ich glaube war sonst allen gut tun würde, wenn es so Vergleichsthemen gibt und wir finden uns irgendwie benachteiligt in einer Opferhaltung oder das geht uns nicht zu gut mit dem.
00:14:16: Dass man uns bewusst wäre, naja okay ich will das scheinbar!
00:14:19: Und wo gibt's ein Modell?
00:14:21: Dass das kann... Gibt's irgendwie einen Buch was ich, wenn jemand mehr Geld hat?
00:14:25: Na ja dann liest mal ein Buch, wenn man das will, dann liess mir ein Buch über jemanden der das geschafft hat und wie macht die Person das und sodass das in Motivation geht und dass das in diesen Spaßern, in diese Freude zu kreieren und zu gestalten.
00:14:40: Und dann kommt man auch aus diesem Gut richtig und also falsch richtig und aus diesen Bewerten raus?
00:14:47: Ja!
00:14:48: Wenn du so redest, fällt mir noch dazu ein, dass es ja auch immer eine Gelegenheit ist wenn ich vergleiche und mich vielleicht mal kurz irgendwie weniger wert oder schlechter fühle... Das ist ja auch ein Aufruf da weiterzugehen und zu lernen zu mir zu stehen.
00:15:03: Ich kann mir erinnern, ich war bei einem Geburtstag von einer Freundin von mir.
00:15:07: Vierzigjährig damals auch über Zoom und sie hat halt Leute eingeladen aus den verschiedenen Bereichen ihres Lebens und die haben alle erzählt und ich bin irgendwie immer mehr versunken wie gehört habe was die alles mit vierzig schon erlebt hat wo die schon überall gelebt hat.
00:15:21: was für Stationen und die hab man irgendwann gedacht die müsste eigentlich hundert sein um das alles rein zu packen in dieses Leben und dann so aber innerlich zu sagen Ich muss mich da jetzt gar nicht vergleichen.
00:15:33: Das ist jetzt nicht notwendig, das ist Ihr Leben, Ihr Lebenskonzept und meines ist einfach anders!
00:15:39: Und es kann neben einander stehen.
00:15:41: Und ich stehe zu meinen Entscheidungen und wie ich gelebt habe, ihr habt es anders gemacht aber da gibt's kein besser und kein schlechter.
00:15:47: Dieser Aufruf immer wieder auch in Kontakt mit sich zu treten, sich da vielleicht auch liebevoll einmal vielleicht dazu trösten, vielleicht schwingt er dann was mit und geht in Resonanz mit uns.
00:15:58: natürlich, boah hätte die vielleicht auch gern gehabt wow wäre ja vielleicht auch ein Modell gewesen das ich hätte leben können und dann zu sagen hab' ich aber nicht und zu den Entscheidungen zu stehen und es wird gute Gründe gehabt haben haben.
00:16:10: Also da auch nicht in dieses Strenge, also das ist vielleicht etwas was vielleicht noch mal wichtig ist müssen wir da so streng mit uns sein?
00:16:18: Wir vergleichen uns, wir sollten uns bewusst sein dass man es vergleiche aber dass die Wahl haben wie wird es interpretieren was wir da wahrnehmen.
00:16:27: In dem Bewusstsein dass man wieder nur einen Ausschnitt wahrnimmt.
00:16:31: Ja ja.
00:16:32: Das so von der Haltung wie wir dem dem vergleichenden das gar nicht wie wir jetzt festgestellt haben unterdrücken sondern viel mehr wieder an einem bewussten Umgang damit finden müssen, wie man das tut.
00:16:44: Wie man das tun kann und Coaching kann natürlich helfen.
00:16:47: Wo ist es und wie kannst du dich dein gesund vergleichen, sodass das förderlich
00:16:52: ist?
00:16:52: Absolut.
00:16:53: Weil ich finde schon was du sagst, das ist ein Individualismus!
00:16:56: Wie geht's
00:16:56: mir?!
00:16:57: Ich vergleich mich mit überhaupt niemandem!
00:16:59: Ja nur ich bin mein Kriterium und das macht uns schon auch ein bisschen asozial muss man sagen oder wenn man das so weiterführt dass jeder noch mehr macht was er will vielleicht gibt der jetzt bei einer Hochzeit einen Dresdko sage ich jetzt einmal und da gibts irgendwie auch Vergleich Was ziehst du an, was zieh ich an?
00:17:20: Passt es.
00:17:21: Dann ist das zum Beispiel auch etwas...
00:17:22: Ist ja auch Rapport.
00:17:23: Ist ja Rappor, ist ja auch ein Vergleich.
00:17:25: Passt so, geben wir da so hin einfach um was zu signalisieren.
00:17:31: Ich lasse jetzt das Brautpaar scheinen und gehe zurück oder erfülle den Wunsch und das geht ja nicht ohne dass sie abgleichen.
00:17:40: Ist dieses Wort Abgleich auch noch einmal in dem Zusammenhang ganz gut zu sagen?
00:17:45: Manchmal geht es darum, sich abzugleichen.
00:17:48: Abzustimmen mit anderen damit da was Schönes draus wird oder?
00:17:53: Absolut!
00:17:54: Ich glaube das ist vielleicht so ein Lebensalterthema weil wenn ich irgendwie meine Kinder und deren Freunde denke dann vergleichen die sich natürlich jetzt mit der Welt Und das ist ja normal und gesund.
00:18:13: Die Frage ist, wie kann es gelingen, dass man sich selbst entwickelt in diesem Vergleich?
00:18:22: Dass ich nicht so sein muss als der andere umwerden zu sein, sondern wie kann man jemanden unterstützen, dass so viel Selbstwert da ist, dass es diesen Fremdvergleich gibt?
00:18:31: Das
00:18:34: finde ich total wichtig!
00:18:37: Dass man Menschen bestärkt.
00:18:41: Ich glaube, dass das noch mal wichtig ist, nämlich lebensphasenorientiert.
00:18:45: Genau das was du sagst wenn wir unsere Kinder denken für diese Vergleich.
00:18:49: und auch womit vergleichen sie sich?
00:18:51: wer ist in ihrer Biergruppe?
00:18:52: Wer ist denn die Bezugsgruppe wo es ihnen wichtig ist?
00:18:55: Da auch zu sagen wie ist ja Zugehörigkeit nicht?
00:18:58: ich vergleich mich und die zeigen So, wenn du das anhast oder wenn du es liest.
00:19:02: Wenn du das anschaust oder spielst dann hörst du zu uns dazu.
00:19:06: Dann vergleich ich mich und wenn ich diesen Gap diese Lücke zwischen dem schließen kann, dann kör' ich da dazu'.
00:19:12: Und es gibt mir auch Möglichkeiten, mich zu entscheiden wo will ich denn dazugehören?
00:19:17: Wo will ich mitgehen und wo nicht?
00:19:19: Vielleicht ist das Privileg des Älterwerdens dass man dann übrigens danke Apropos Älter werden, Stefan.
00:19:28: Hier sind meine Blümchen!
00:19:31: Aber so älter wären wir ja täglich und natürlicherweise... Und dass man dann irgendwann einmal sagt ich brauch's heute nicht mehr so mich zu vergleichen weil ich mehr spüren kann für mich was was für mich richtig ist ohne auch sozial werden zu müssen weil ich vielleicht auch schon ganz viele Abgleiche in meinem Leben gemacht habe und intuitiv auch schon weiß womöglich wie ich mich geschmeidig bewegen kann.
00:19:55: Ja, ja.
00:19:56: Ich glaube also für mich persönlich ist es je weniger Äußerlichkeiten man braucht um selbst zu sein dass du freier bist und das ist sehr angenehm
00:20:07: Voll!
00:20:08: Das ist ein Hochzeichen der Welt.
00:20:09: Also, ich
00:20:10: bin sehr angenehm und günstiger als du.
00:20:12: Total
00:20:13: schön dass man immer so abhängig ist auch für den Vergleich.
00:20:16: das ist vielleicht auch etwas was wir
00:20:18: am Schluss noch mitgeben.
00:20:18: Wir haben eigentlich hilft... Man kann es fast zusammenfassen vergleichen hilft einem dabei selbst mehr man selbst zu werden?
00:20:28: Absolut
00:20:29: Ja, ist das nicht auch unser Motto?
00:20:31: Im Du hier steht's.
00:20:32: Wenn du Du bist, wächst es wieder so nach... Das ist eigentlich nicht!
00:20:35: Aber wir haben auch sowas nicht.
00:20:38: Nein, durch das Du wird das ich zum Ich.
00:20:41: So ist es vom Martin Puba glaube ich.
00:20:44: Apropos von wem anderen, von wemmem anderen haben wir in dieser Folge eine Hörerinnenfrage.
00:20:53: Wir lassen uns wie immer überraschen ob sein Hörerer so deine Hörerin Alex bitte.
00:20:57: Ja Stefan, wir haben auch eine Hörerinnenfrage heute.
00:21:02: Etwas ausführlicher und eigentlich habt ihr viel schon darüber gesagt habe ich möchte es trotzdem vorlesen weil vielleicht gibt's nur was zu ergänzen.
00:21:09: also Ich bin grundsätzlich kein Mensch der anderen was neidig ist und ich kann mich auch für andere freuen aber ich tue mir schwer wenn andere erfolgreicher sind als ich.
00:21:19: Ich fühle mich dann schlecht und irgendwie auch dumm Obwohl ich schon viel an mir gearbeitet habe und weiß, dass das eigentlich Blödsinn ist.
00:21:26: Meine Frage habt ihr konkrete Tipps was ich tun kann damit ich andere ehrlich bewundern kann ohne immer gleich am Meer zu zweifeln?
00:21:34: Danke und liebe Grüße Agnes!
00:21:37: Ja liebe Agnes, da kann es sehr wohl etwas dazu sagen weil da haben wir absolut Tipps.
00:21:45: Das ist sozusagen unser täglich... Agnes!
00:21:51: Das
00:21:51: ist unsere tägliche Brot.
00:21:54: Du kannst dir das so vorstellen, wenn ein Gefühl beim Vergleichen daherkommt wie ein Neid oder ein Frust oder sich kleiner fühlen oder ohmächtig fühlen dann wird ein neuronales Netz aktiv in deinem Kopf, der es dich in die Vergangenheit führt, des Uraltes.
00:22:14: Das heißt, was wir machen können im Coaching.
00:22:17: Da gibt es auch ein paar Dinge die du selber machen kannst ist dass du dieses Gefühl in dir beruhigst.
00:22:23: und da geht's jetzt wirklich nicht um den Inhalt sondern um das Gefühl Das, was eine erfolgreiche Person macht bis das in dir neutral wird und dann passiert etwas Wundersames.
00:22:36: Dann kommen uns selber neue Möglichkeiten zu entfalten und mehr die Personen zu sein, die wir sein wollen.
00:22:45: Und da gibt es spezifische Interventionen, die man bei uns in den Ausbildungen lernen kann.
00:22:52: Du könntest zum Beispiel Folgendes machen dass du dich hinsetzt dir das aufschreibst, dir das bewusst machst und dass du die Gedanken und die Gefühle, die dazukommen, fokussierst.
00:23:09: Und dann machst du die Augen zu und dann atmest es ein und lasst es ziehen.
00:23:13: Machst da wieder bewusst welche Gedanken da sind?
00:23:15: Atmest das ein und lass es ziehen!
00:23:18: Und das machst Du mal ein paar Tage immer wieder zwischen Buch.
00:23:23: Dann kannst Du uns ja schreiben wie sich das in Dir verändert hat.
00:23:27: Grundregel, wenn so ein Gefühl kommt, schau dass du es beruhigst.
00:23:32: Dass das entmacht ist und du wirst neue Denken und Neu empfinden können.
00:23:38: Was hättest du da noch?
00:23:39: Das ist ganz toll!
00:23:41: Das werde ich jetzt auch machen.
00:23:44: Mir fällt nur noch ein... Auch die Definition von Erfolg nochmal zu überdenken und einen Kriterium für dich einzuziehen was genug is.
00:23:52: Was in deinem Leben kontextbezogen genug Erfolg iß weil Beim Vergleich manchmal, es kein genug gibt.
00:24:01: Wir glauben immer mehr ist besser aber mehr hat auch ein Preis wo was anderes weniger wird.
00:24:08: und vielleicht dann auch dir die Frage zu stellen Was ist denn genug?
00:24:10: bin ich erfolgreich genug für mich?
00:24:15: Ja oder ab wann wäre's genug?
00:24:18: und wo ist die Luxusgrenze?
00:24:22: Das
00:24:23: ist eine große Falle, oder?
00:24:25: Unsere Gesellschaft, dass wir einfach krävieren für genug haben.
00:24:28: Vor allem für materielle Dinge ist es eine Falle weil global betrachtet müsste man eigentlich längst genug haben.
00:24:35: ich war mal in Rio und bin da so an einer Straße gestanden gegenüber den FWs und das war ganz schräg weil auf der einen Seite waren die ganzen sagen wir mal sehr wohlhabenden meistens westlichen Touristen und auf der anderen Seite war die FWler und die Leute haben definitiv ärmlicher und der Anführungszeichen gelebt, als wir das tun.
00:24:56: Und da wurde getanzt und war eine Fröhlichkeit!
00:24:59: Es war total beschämend eigentlich... Wir haben auf dem Bus gewartet.
00:25:05: wie trießt diese wohlhabende Buswarteparty verglichen mit der Lebensfreude auf der anderen Straßenseite.
00:25:14: Also sich selber mal aufzuschreiben ab wann kann ich schon glücklich sein?
00:25:19: Wo fängt Luxus
00:25:20: an?!
00:25:21: wobei da nichts einzuwenden ist, mehr zu haben.
00:25:25: Ist hilfreich!
00:25:26: Weil wenn man sonst an so Orte schaut wie in der Côte d'Azur oder in Nizza, in Cannes, wo viel wohlhabende Leute sind dann müssten ja die dort unpackbar glücklich sein und diese ganzen Glücklichkeiten in die ZS zeigen was anderes.
00:25:45: Sie sagen das ist nicht unbedingt dort.
00:25:48: Das hat damit nix zu tun...
00:25:50: Absolut.
00:25:53: Sehr schön!
00:25:55: Ja, dann würde ich sagen wir lassen es da stehen
00:25:58: und bedanken uns bei euch beim Zuhören.
00:26:03: Freuen uns natürlich wenn ihr leigt, wenn ihr teilt, wenn Ihr kommentiert und natürlich auch wenn ihr uns E-Mail schreibt mit Wünschen bezüglich Inhalten oder wenn ihr Fragen habt gerne an uns wenden.
00:26:16: Danke fürs zuhören für's Zuschauen Bis zum nächsten Mal.
00:26:21: Ciao!
00:26:22: Bitte echt, tschüss.
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