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Mental Load – Zwischen Verantwortung und Erschöpfung – Folge 29

Shownotes

Wer behält den Überblick über Termine, Verpflichtungen, Einkäufe, Absprachen und all die kleinen Dinge, die scheinbar nebenbei im Alltag erledigt werden müssen?

Dass das Auto zum Service muss, der Kühlschrank aufgefüllt werden muss, die eine Rechnung noch offen ist, die Versicherung ausläuft, das Geschenk für den Kindergeburtstag noch fehlt, die Vorräte knapp werden und nächste Woche Besuch kommt?

Mental Load ist mehr als eine To-do-Liste. Es ist die unsichtbare Denkarbeit, die im Hintergrund ständig mitläuft.

In dieser Folge sprechen Doris Maybach und Stefan Rosenauer darüber, warum Mental Load so schwer greifbar ist, weshalb das Thema oft zu Konflikten in Beziehungen führt und warum es dabei nicht nur ums Tun, sondern vor allem um Verantwortung geht.

Außerdem geht es um die Fragen:

• Was Mental Load eigentlich ist – und was nicht
• Warum viele Paare über Aufgaben sprechen, aber nicht über Verantwortung
• Weshalb unsichtbare Arbeit oft unsichtbar bleibt
• Warum Kinder und komplexe Familiensysteme die Belastung verstärken können
• Wie Mental Load zu Erschöpfung und Überforderung führt
• Was Paare tun können, um Verantwortung bewusster zu teilen

Eine Folge über Care-Arbeit, Gleichwertigkeit, Verantwortung und die Herausforderung, komplexe Lebenssysteme gemeinsam zu gestalten.

Wie erlebt ihr Mental Load in eurem Alltag? Wir freuen uns auf eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu Leben in Resonanz mit Doris Maybach und Stefan Rosenauer.

00:00:15: Hallo, herzlich Willkommen zum Podcast Leben In Resonance!

00:00:20: Schön, dass ihr wieder dabei seid.

00:00:22: heute zum Thema...

00:00:23: ...Mendellod zwischen Verantwortung und Erschöpfung.

00:00:27: Was ist wenn ich sage, Doris?

00:00:29: Das gibt es gar nicht, Mendelod

00:00:31: dann ist das etwas, was ich nicht zum ersten Mal höre.

00:00:36: Es begegnet man wirklich immer wieder, dass vor allem Männer und auch du hast es jetzt schon im Vorfeld gesagt, dass du dieses Konzept Mental-Load gar nicht so richtig verstehst oder?

00:00:47: Was mit Mental Load gemeint ist!

00:00:50: Wie bist

00:00:52: du?

00:00:52: Also, wie wir in der Vorbesprechung hieß es.

00:00:56: Ich verstehe das eigentlich gar nicht!

00:00:59: Was ist überhaupt mit diesem Mental-Lot?

00:01:02: alles sein soll und...

00:01:03: Nein, jetzt muss ich leider reingreden.

00:01:06: Weil ich muss mir eher ein bisschen retten weil

00:01:09: ich habe gesagt, früh

00:01:14: her waren wir das nicht so bewusst was damit gemeint ist.

00:01:20: Und weil... also ich würde eigentlich gern bei der Evolution beginnen.

00:01:27: Ui, bei Adam und Eva?

00:01:29: Ja!

00:01:30: So vielleicht nicht ganz aber bei der Entwicklungsgeschichte würde ich gerne beginnen.

00:01:35: Weil zum einen das Leben ja nicht so komplex war wie es jetzt ist.

00:01:41: Das Leben war einfacher und die Rollenaufteilungen waren anders.

00:01:48: Transition, wir sind in einer Phase wo sich viel verändert.

00:01:53: Und wenn ich jetzt zum Beispiel an was ich mein Zuhause denke oder meine Generation... Ich bin dreieinfünfzig, meine Eltern sind Kriegskinder und da hat es einfach eine klarere Rollenaufteilung gegeben.

00:02:09: wer ist wofür zuständig?

00:02:14: Ja, ich höre gespannt.

00:02:18: Ich kenne meine Freunde und Diskussionen

00:02:21: usw.,

00:02:22: wie gesagt wir wollen das so nicht!

00:02:24: Wir wollen wirklich gleichwertig miteinander sein, ist sozusagen eine bewusste Entscheidung.

00:02:31: Und was tut man?

00:02:32: Man schaut wie hat es die Generation davor gemacht, wie habe ich das kennengelernt?

00:02:37: und wo steuert man gegen?

00:02:40: was ich selber erlebt habe, ist dass ich gesagt hab in einer Diskussion mit meiner Frau ja ich mach doch eh... Ich hole die Kinder ab und für sie hin und du dies und das.

00:02:52: Und wovon sprichst Du?

00:02:54: Dass es zu wenig ist.

00:02:56: Ja!

00:02:56: Und das hat eigentlich erst diese quasi diesen Prozess in mir gestartet, dass Mental Lodia nicht is faktisch Dinge zu tun sondern in Kontrolle zu haben, wäre also die ganze Planungsarbeit von dem Haushalt, was ich, Familie oder Kinder eigentlich in allen Lebensprozessen und dass es nicht nur ums tun geht.

00:03:21: Sondern das ist wirklich Verantwortung für ein Thema zu haben.

00:03:26: Hat sich doch dieses Bewusstsein etwas geändert?

00:03:29: Ja absolut!

00:03:30: Was denn?

00:03:31: Und...

00:03:33: Was denn?

00:03:38: Jetzt

00:03:38: muss ich auch gleich noch was sagen.

00:03:41: Nein, würde

00:03:42: ich ganz gern wissen, was denn!

00:03:46: Ich kann auch drauf bleiben.

00:03:47: Nein, dieses Bewusstsein ... Wenn man jetzt für irgendwas verantwortlich ist... Ja?

00:03:52: Das Verantwortliche sein heißt nicht nur die Dinge zu tun sondern heißt die Dinge zudenken und zu tun oder zu denken und zu delegieren.

00:03:59: Und kannst du das ein bisschen in eurem Alltag wenn du das schon ansprichst was hat sich dadurch konkret geändert?

00:04:05: Früher hast Du Aufgaben erledigt und jetzt?

00:04:08: Jetzt erledige ich auch noch Aufgaben und manche Dinge denke ich mit!

00:04:11: Okay Was heißt das dann?

00:04:14: Na

00:04:14: ja, zum Beispiel wenn man jetzt nur normale Hausarbeit hernimmt.

00:04:20: Die gemacht gehört und da gibt es was in die Küche oder dieses Bad und wie das halt in den Familien so ist.

00:04:25: Und dass man sich aufteilt wer ist wofür zuständig sein heisst für alles zuständig was dort passiert Und man kann das nicht so dem anderen rüberschieben.

00:04:36: Ich meine, wenn es bei uns zu Hause ist, dass wir beide mal wegsehen und reisen, dann ist klar, dass man das andere mitmacht.

00:04:44: Aber mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass bei meiner Frau sicher mehr von dieser Kehrarbeit und Familie und unserer Haustiere und so ist... Und bei mir auch andere Sachen.

00:04:59: Wobei das ja nicht das Problem ist, oder?

00:05:02: Es muss ja nicht alles doppelt gemoppt sein.

00:05:04: Überhaupt

00:05:05: nicht!

00:05:05: Sondern ich glaube das Thema ist dass man es bespricht.

00:05:08: Dass man es regelmäßig bespürt und wenn man irgendwie auch bespült in welche Tiefe das geht.

00:05:18: Ich glaube da sind wir den Mental-Lot eh schon näher oder ziemlich nahe weil Mental Lot heißt ja ...Mental-Load, weil es eben unsichtbar ist.

00:05:27: Also das ist ja genau das was du jetzt sagst... Es geht überhaupt nicht um die Länge der Tutuliste und das ist glaube ich oft so ein grundsätzliches Missverständnis zwischen den... Wenn man sich jetzt mal Mental-Loade in der Beziehung, wenn wir das mal so klassisch nimmt dass man gar nicht so wirklich, weil's unsichtba is erklären kann worum es eigentlich geht Weil eben oft die andere Person, die ja eh diese Aufgaben übernimmt Ebenheit versteht ja, was willst du eigentlich?

00:05:52: Und dieses Unsichtbare und auch nicht Messbare.

00:05:55: Das ist das Zweite!

00:05:56: Wir können es wieder sehen noch können wir's messen.

00:05:59: Ich kann jetzt sagen ich hab zehn Mäntellohd und Du hast drei Mäntenlohd.

00:06:02: Weil weil wir ja nur subjektiv für uns wahrnehmen können sind wir belastet oder nicht und das ist glaube in der Kommunikation so wichtig Auch sich nochmal klar zu machen wie mache ich Unsichtbares?

00:06:16: Wie kann ich denn das erklären?

00:06:18: Es ist aber im zweiten Schritt gar nicht um die Erklärung geht, sondern um die Lösung.

00:06:22: In dem Fall nämlich wirklich was muss passieren damit sich dieses Unsichtbare auf Augenhöhe gleichmäßiger aufteilt?

00:06:34: Das ist eine Herausforderung, geht aber bitte her!

00:06:37: Ja ich würde gerne... Entschuldige wenn ich das jetzt unterbrochen habe, ich würde gern nochmal überhaupt einen Schritt zurückgehen.

00:06:43: Jetzt sind wir eigentlich schon so tief im Thema drinnen weil diese Begriffsbeschreibung, was Mental Load überhaupt ist.

00:06:55: Allein da gibt es ja nicht absolute Einigkeit auch in der Literatur aber dass man vielleicht dort nochmal beginnen, in welchen Bereichen gibt's das überhaupt?

00:07:03: Was ist das überhaupt und wann wird das ein Problem?

00:07:06: Man wird zum Load!

00:07:08: Wie würdest du das definieren?

00:07:10: Naja... Es sind sämtliche mentalen Planungsprozesse die man im Leben hat.

00:07:16: Das heißt, wenn man zu Hause beginnt, wie organisiert man ein Haushalt zum Beispiel?

00:07:21: Wie organisieren wir das ganze Essen, wenn es mehrere Familienmitglieder gibt.

00:07:27: Diese sogenannte Kehrarbeit, was man sieht, gibt's jemanden, den man pflegt.

00:07:31: Gibt es Kinder, um die man sich mehr kümmern muss?

00:07:34: Haben sie einen Kindergeburtstag?

00:07:35: Brauchen die ein Geschenk?

00:07:37: Müssen die zum Sport irgendwo hingeführt werden?

00:07:39: Müßen die abgeholt werden?

00:07:43: Es gibt es beruflich genauso, dass man sich kümmert um die Prozesse, die da laufen.

00:07:48: Dass wir vorausplanen.

00:07:49: wie ist das mit sozialen Kontakten?

00:07:51: Wie ist es mit Freunden oder Familien?

00:07:53: Wie geht es mit Geburtstagsfeiern?

00:07:57: Wer denkt das mit?

00:08:01: Ich glaube auch, dass das per se keine Schwierigkeit ist.

00:08:05: Muss ich an einen Teilnehmer denken.

00:08:08: Der hat gesagt ... Das ist alles leicht.

00:08:12: Er hat erzählt, was er alles macht und er organisiert den Haushalt und er kocht gerne und wenn er gern kocht dann kauft er auch gern ein und der macht die Wäsche weil er das meditativ findet und und und Und die Schwierigkeit isst Wenn irgendwas von dem vielen ausm Ruder läuft.

00:08:30: Ja, das heißt wenn wir es unvorhergesehenes passiert

00:08:33: ständig in einer Familie Du planst was?

00:08:36: Das

00:08:36: passiert stendig aber dann wird's zum load.

00:08:40: Was hier ist, gibt viele Leute die planen zum Beispiel gerne ein Urlaub oder die kümmern sich gern um was.

00:08:45: Dann ist es ja kein Lot und dann ist das ein mentaler Prozess, ein normaler Planungsprozess.

00:08:50: aber schwierig wird's wenn jemand krank ist, wenn jemand ausfällt...

00:08:54: Aber das ist ja das Wesen!

00:08:55: Das ist ja immer so.

00:08:56: und auch das was Mental-Lot bezeichnet dass er immer nebenbei läuft, d.h.

00:09:01: das Leben geht und nimmt uns ja schon in Anspruch, weil wir sind dauernd irgendwo.

00:09:05: Machen dauerend irgendwas?

00:09:06: Und nebenbei ist dieser zusätzliche Lot dass er, das man eben auch detris spielt so wie ich es oft sage.

00:09:14: ja also dass man schaut wie gehen die Steinchen ineinander und man hat das super geplant nur so wie's geplant ist.

00:09:20: So gehts nicht!

00:09:21: So geht's ja nie und das ist ja nicht die Ausnahme sondern das ist die Regel vor allem dann wenn ihr Kinder habt vor allem Dann wenn es beginnt ein Gesamtsystem zu werden des Komplexes wirklich auch krasse Untersuchungen, die immer wieder zeigen sobald Kinder ins Leben kommen dass sich diese Diskussion eigentlich erst entzündet und entfacht.

00:09:39: Weil solange du wie du richtig sagst das für dich machst für eine sehr überschaubare Geschichte oder auch in der Arbeit für dich kann man sagen gut das ist eine Organisationssache da kann ich mich irgendwie darauf einstellen.

00:09:53: aber Wenn man die Tendenz hat, die Verantwortung für Gesamtsysteme zu übernehmen wo man immer die Kontrolle hat weil alle tun irgendwie was sie wollen und sich das alles irgendwie nicht nur wie sie wollen sondern auch ganz natürlich ist dann versuchst du ständig etwas Unkontrollierbares zu kontrollieren Und das Unplanbare zu planen, und das ist dieser Load.

00:10:17: Wenn alles genauso funktionieren würde wie du jetzt sagst ... Aber das ist ja Utopia!

00:10:23: Auch diese Erwartungshaltung wird genau so passieren, wie ich es plane.

00:10:27: In zehn Minuten haben wir das eingekauft in eine halbe Stunde, die Wäsche ist fertig, dann hängst du auf, dann macht man diesen reibungslosen Ablauf.

00:10:36: Diese Erwartungen des reibungslosen Ablaufen.

00:10:39: Das ist, glaub ich schon einmal per se ein Problem.

00:10:43: Weil das in einer Familie ... Wenn man es jetzt mal so dort verortet, wo sich dieses Thema ja immer wieder entzündet auch gesellschaftlich.

00:10:51: Wenn man sagt, wenn man das erwartet in der Familie und deshalb wird's immer ein Lot sein?

00:10:57: Weil du ständig adaptieren musst weil du stendig nachjustieren musst die ganze Zeit.

00:11:04: Also sehe ich nicht so.

00:11:08: Ich sehe es deswegen nicht so, weil ich glaube nicht dass das Nachjustieren per se die Schwierigkeit ist sondern der Stress den das auslöst.

00:11:20: Das heißt Es wird zum Lot wenn das Gefühl der Veränderung Wenn das nichts Lustvolles Gestalterisches mehr ist Sondern wenn's in unserer Schwierigkeit wird Wenns Stresswirt Wenns ärgerlich Wirt wenns Frustwirt Dann wird´s zum Lot.

00:11:34: Absolut ja

00:11:35: Und vorher ist es und ich glaube das auch.

00:11:39: Nicht

00:11:40: ganz, nicht ganz weil Lodhe ist ja auch Belastung und es ist Last.

00:11:45: und jetzt kann man schon würde ich sagen nicht nur qualitativ sondern auch von der Menge her.

00:11:51: in welchen Systemen bin ich zu Hause?

00:11:54: Und kann schon auch sagen die Psyche unser Nervensystem ist ausgerichtet auf auf ein bestimmtes Ausmaß an Belastung.

00:12:01: Und es ist schon eine Tatsache, dass wir permanent chronisch überstimuliert werden durch diese Welt und durch diese Anforderungen in dieser komplexen Welt.

00:12:10: und daher das Nervensystem auch als die Reize, die der Einwirkenkörn verarbeitet.

00:12:18: Es ist ja gesund wenn man sie verarbeiten bis zum Gewissengrad aber es braucht ein hohes Maß an Selbstführung damit umgehen zu können.

00:12:28: Und auch das ist wieder eine Aufgabe und all diese Aufgaben brauchen Energie, und man muss schon einmal sagen wir haben nur endenwollende Energie und daher dann zu sagen es ist nur ein Planungsfehler oder Einstellungsfehle dass wenn man das als viel empfindet oder als Belastung wird glaube ich dem nicht ganz gerecht weil man auch zu akzeptieren, es ist eine Belastung ein System zu führen im Sinne von Energie.

00:12:57: Es braucht Aufmerksamkeit und Energie.

00:13:00: Und wenn man's in dem Sinne sieht dass etwas Aufmerksamkeit und Energie braucht und zwar massiv und wird das völlig unterschätzen wie viel?

00:13:09: Also ich würde sagen diese Das Ernstnehmen von dem irgendjemand muss es tragen.

00:13:18: Wenn jetzt da zweihundert Kilo sind, dann kann ich nicht sagen, ich meditiere jetzt drüber, dass das nie mal zweihundert Kilo ist.

00:13:24: Sondern ich muss schon einmal anerkennen, die sind zweihundred Kilo!

00:13:27: Wer tragt's?

00:13:28: Wer tragts von A nach B?

00:13:29: Wer bestimmt woan?

00:13:31: Wann passiert dies?

00:13:32: Warum muss dies überhaupt passieren?

00:13:33: Können wir vielleicht aus diesen zweihunden irgendwie hundert machen?

00:13:36: Tragst du hundert, ihr hundert holen wir uns Hilfe um.

00:13:39: vielleicht, dass jeder nur mehr dreißig.

00:13:41: aber es gehört diskutiert Und es gehört in irgendeiner Form auch nicht weggeschoben, sondern sichtbar gemacht.

00:13:47: Irgendwie dass man sagt das ist ja genau das.

00:13:50: Ah das muss ihr alles nur im Nebenbeigehen?

00:13:52: Na geht's eben nicht!

00:13:53: Keine Arbeit geht ihm nicht im Nebenbei und ich kann nicht gleichzeitig auf mein Kind aufpassen oder dem was zum Kochen machen und gleichzeitig noch hundert andere Sachen tun... Es geht ihm NICHT.

00:14:03: Es geht ihn nicht.

00:14:05: Außer du sagst mir jetzt wie es geht.

00:14:07: Bitte Stefan!

00:14:09: Nein, nein.

00:14:10: Oder habe ich da jetzt Missverstanden?

00:14:12: Ich glaube du hast also...

00:14:14: oder es ist mit mir durchgegangen vielleicht sogar ein sehr emotionales Thema.

00:14:18: Also

00:14:20: ich empfinde das so dass ich da missverstanden wurde weil ich da ganz... Tut

00:14:26: mir leid Stefan.

00:14:28: Das hört immer wieder.

00:14:30: Weil wie soll ich sagen wir wissen Multi-Tasking nicht geht.

00:14:40: Bei Männern, bei Frauen... Als unser Gehirn gibt es nur sehr beschränkt her bzw sinkt die Leistungsfähigkeit wenn wir zu viele Dinge

00:14:50: partagieren.

00:14:50: Es ist serielles Monotasking.

00:14:52: Genau, schnell Brut!

00:14:54: Serielles monotasking.

00:14:56: und die Schwierigkeit ist wenn wir dieses bewusste serielle Monotasking in Wir machen alles gleichzeitig dann kriegen wir Schwierigkeiten.

00:15:06: Dann haben wir keine Ressourcen, keine Kapazitäten mehr und dann wird es zu einer Belastung.

00:15:12: Und das ist ja auch etwas Hochgradig Individuelles wie was ich denke an eine Koji, eine Frau und sie erzählt mal, sie ist überlastet und das ist natürlich.

00:15:25: wenn jemand das erzählt, dann ist das so weil das Gefühl so ist.

00:15:30: und dann fragt man nach Bei zwei Leuten, die sagen ich bin überlastet und eine Person würde sagen es sind viele tatsächliche Dinge zu tun.

00:15:40: Und eine wird sagen es ist wenig tatsächliche Dinge zutun und beide haben das gleiche Gefühl.

00:15:44: Genau!

00:15:45: Und beide haben eine Form von Mental Load.

00:15:47: Genau.

00:15:48: Vielleicht bin ich zu sehr in diese Idee der Lösung gekommen weil so wie du sagst wir können manchmal können Menschen die Menge der Tasks reduzieren und manchmal geht es nicht Weil wenn hundert Kilo zu tun sind, hundert Sachen zu tun sehen und was weiß man sich?

00:16:07: Und wir sind Kinder und Essen.

00:16:08: Und was weiß ich, was alles?

00:16:10: Dann kann ich das ja nicht reduzieren!

00:16:12: oder nur sehr beschränkt reduzieren.

00:16:13: Und die kann es ja nicht verschieben?

00:16:15: Und du kannst das auch nicht verschiben!

00:16:16: Ich kann jetzt sagen, wie man einen Deep-Workblock für mein Mental lot, sondern es passiert ja nebenbei.

00:16:21: Das ist ja genau die Schwierigkeit.

00:16:23: Die Schwierigkeiten sind ja auch dass dem meistens zu wenig Zeit eingeräumt ist oder Wertigkeit eingerräumt wird weil das ist ja auch was gesellschaftlich gewachsen ist.

00:16:34: wenn man sich den Gender Pay Gap anschaut Wie kann das sein, dass die eine Arbeit Fokussiert ist, viel mehr Geld bringt wie zum Beispiel Kehrarbeit.

00:16:49: Das ist ja komplett grotesk!

00:16:51: Also das muss man sich mal überlegen.

00:16:53: also wenn wir da irgendwie logisch drüber nachdenken und sagen, okay so bewährt man das eine so und zwar als Gesellschaft und das andere so... das ist ja komisch.

00:17:02: aber worauf ich hinaus will ist dass letztendlich Load einem Gefühl entspringt absolut Und das ist so wie der Unterschied.

00:17:13: Wann ist was eine Challenge?

00:17:15: Wann war es eine Herausforderung, wann ist etwas aufregend und wann ist ein Problem?

00:17:20: Das ist ja primär in uns!

00:17:23: Wir können sowieso nur hintereinander machen.

00:17:26: Es kann auch hintereinander zu viele Dinge sein.

00:17:29: Das ist überhaupt kein Thema aber das Gefühl entscheidet letztendlich ob es wirklich unangenehme Belastung wird, ob es uns krank macht.

00:17:39: Ob man wirklich drunter leiden oder nicht.

00:17:42: und das ist auch der Punkt wo man ansetzen kann weil manchmal können wir in der Menge der Dinge natürlich kann man sichs Leben verkomplizieren.

00:17:50: die Bekannte haben fünf Häuser und die haben einen totalen Stress weil sie quasi durch diese fünf Häuser ziehen müssen und überall schauen müssen dass alles passt.

00:18:00: und dann könnte man sagen ja gut dann gibst du einfach vier weg

00:18:03: Absolut, besitzt einen ja auch.

00:18:06: Besitzt vor allem den Geist weil um alles muss sich gekümmert werden.

00:18:10: Da ist vollkommen recht.

00:18:11: es ist natürlich auch ein Hebel die man ansetzen kann.

00:18:14: wie kann man das reduzieren wenn wir zwar hundert Kilo haben keiner kann sie irgendwie tragen?

00:18:17: wie können wir vielleicht unser Gebeck erleichtern?

00:18:20: Wie kannst denn jetzt gehen?

00:18:21: also ich glaube wenn zum Beispiel jetzt Du zu Hause da sitzt und sagst, ich hab diese Diskussion immer wieder.

00:18:28: Ich hab sie!

00:18:29: Und egal jetzt auf welcher Seite du stehst wie könnt man den gemeinsamen Lösungen finden?

00:18:33: Weil es geht ja nie darum einer hat Recht, einer hat nicht recht.

00:18:38: wir wollen ja in Gemeinschaft leben Wir wollen ja da jetzt niemanden schwarzen Beter zuschieben oder sonst irgendwas.

00:18:43: um das geht's ja gar nicht sondern vielleicht mehr Verständnis füreinander entwickeln.

00:18:48: und wie geht es?

00:18:49: Arbeit die du nicht machst spürst du nicht.

00:18:53: Und jetzt könnte man sagen, wie könnte denn der Partner die Partnerin?

00:18:56: Also dass man das auf Augenhöhe kriegt.

00:18:58: Wie kann man das dann angleichen?

00:19:00: und ich bleibe jetzt beim klassischen Beispiel Frau sagt du verstehst mich nicht.

00:19:06: Ich muss die ganze Zeit nachdenken.

00:19:09: Ich habe die ganze Verantwortung und es hilft mir nicht alleine wenn Du Aufgaben erledigst So, wenn wir jetzt diesen Klassiker haben und der Mann eigentlich helfen möchte.

00:19:17: Und eigentlich – also helfen ist ja schon wieder schwierig!

00:19:20: Ich helfe dir bei deiner Arbeit.

00:19:22: Ist ja schon ein Grundmissverständnis nicht?

00:19:27: Wir haben gemeinsam einen Reich erschaffen und das regieren wir zu zweit.

00:19:32: Wie geht es jetzt?

00:19:33: Da würde ich sagen, dass das Thema oft des Frauen in der Verantwortungshierarchie immer ganz oben stehen.

00:19:42: Ganz oben, das heißt sie gibt den Mann Aufgaben.

00:19:47: Sie versucht es auch zu delegieren und die Verantwortung dafür bleibt.

00:19:51: Dann kann man sagen kleine Teile der Verantwortung übernimmt auch der Mann damit's auch dann ihm wieder gut geht, damit's der Frau besser geht, dass dann wieder das ganze Wirklich funktioniert.

00:20:02: aber die Frau ist immer noch von der Verantwortungsherarchie weiter oben als der Mann Und das ist auf der Grund warum sie nicht aufhören kann zu denken als Papa, wenn du jetzt zum Beispiel zu Hause bist, Vater bist, Papa bist.

00:20:17: Die eigentliche Arbeit die du machen könntest wäre zu sagen wie will ich Papa sein?

00:20:22: Wie will ich den Haushalt?

00:20:24: Wie?

00:20:25: welche Dinge sind immer wichtig und welche Teile übernehme ich da absolut?

00:20:32: Frage ihm dann nicht, braucht man noch ein Butter?

00:20:35: Muss unser Kind impfen gehen oder sonstiges.

00:20:38: Sondern ich mache diese ganze Arbeit!

00:20:40: Wie will ich hier mit regieren und also korrigieren eigentlich im Tandem sein?

00:20:46: Und dann diesen ganzen Prozess von A bis Z machen was wahrscheinlich zu Diskussionen führen wird.

00:20:54: Weil dann verlagert man nämlich den Mental-Load in einer ganz offenen Diskussion auf Paarebene Wo es darum geht, zu sagen wenn ich die Verantwortung habe dann übernehme ich sie aber auch und dann mache ich's aber auch so wie ihr das will.

00:21:09: Ich wollte es erst noch an das anknüpfen, danke schön weil ich sagen wollte ich hab mich mit meinem Vater verglichen ja also ich schätze alles was er gemacht hat und ich wollte trotzdem meine Rolle als Vater anders anlegen.

00:21:23: und dann kommt raus ich tue dies und dass gefüllt eine große Veränderung im Tun.

00:21:32: Ja,

00:21:34: genau.

00:21:34: Hätte der Papa nicht gemacht oder den Kinderwagen schieben damals war es schon schwierig.

00:21:40: Das ist wirklich frei von jeder Wertung.

00:21:41: alles gut aber auf alle Fälle ich will das machen und dann tut man das.

00:21:46: und in dieser quasi als Mann ist das ein großer Schritt im Vergleich zur Generation davor Und gefühlt wird von dem nichts gesehen.

00:21:55: Ja, genau.

00:21:57: Und

00:21:57: das andere und das nächste ist wo ich auch ein paar Coachings oft erlebt dass die Männer sagen ja ich kaufe einen!

00:22:06: Ich kriege nur Gejama es ist zu viel es ist falsch.

00:22:11: warum nimmst du das?

00:22:12: Das Morgennet und es ist sozusagen alles was so in diesen Haushalt eingebracht wird per se falsch, wenn es nicht nach einer Liste geht.

00:22:20: Absolut!

00:22:21: Und da ist glaube ich auch das die Lösung aus dem sich wirklich vielleicht sogar das zu verschriftlichen wer denkt denn was?

00:22:29: Wer tut den was?

00:22:32: Ja und es muss ja nicht irgendwie Fifty-Fifty sein, dass sie überhaupt nicht... Ich

00:22:37: glaube um das geht's gar nicht.

00:22:38: und länger von Totulisten vergleichen ist, glaube ich das schlimmste was man machen kann.

00:22:43: Also bringt doch gar nichts.

00:22:45: Nein, schon!

00:22:46: Aber diese Verantwortlichkeiten zu vergleichen und

00:22:48: dann sich eben ausmachen... Ja aber aufzurechnen und zu sagen schau ich bringe ja eh die Kinder in den Kindergarten und du bist eh zu Hause und du hast ja eh da drei Stunden mehr Zeit und verdienen du es dir eh tut und schauen dafür verdiene ich mir.

00:23:00: Diese Dinge meine ich, weil auf der Ebene ja der Lot nicht entsteht sondern der Lot entsteht im genau in diesem gedanklichen Prozess.

00:23:08: Ich hätte jetzt merk meint.

00:23:12: Was hättest du denn merkmeint?

00:23:14: Das, was ich immer eingladen.

00:23:16: Und nehmen wir noch so ein klassisches Beispiel, das ich aus dem Coaching kenne.

00:23:20: Die Frau kümmert sich um einen Geschenk und der Mann nimmt es vielleicht mit irgendwo, kauft sie irgendwo und dann wird das irgendwie schön hergerichtet und dann geht man dorthin und was ihr das Paar übergibt ist geschenkt.

00:23:33: aber eigentlich ist die ganze Initiative und das Ganze bei der Frau gewesen Und das ist nicht so bewusst, weil es einfach da

00:23:41: ist.

00:23:41: Ja absolut!

00:23:42: Das finde ich gehört bewusst gemacht.

00:23:45: Also jetzt nicht... Ich habe mich damit nicht Listen schreiben

00:23:47: sollen oder so.

00:23:48: Fängt ja ganz vorher an und schließt jetzt wieder an an das was ich vorher gesagt hab dass wenn wir dorthin gehen nicht irgendwann diese Delegation erfolgt von der Frau du wir brauchen doch noch Geschenk und du machst jetzt alles sondern dass der Mann selber das Geschenck besorgt und von Anfang an Zum Beispiel.

00:24:06: Oder in den Kühlschrank schaut, was man braucht und nicht wo ist die Liste von dem, was wir brauchen?

00:24:11: Und dann besorge ich das mit allen Diskussionen, die es wahrscheinlich mit sich bringen wird.

00:24:16: Weil dann ist vielleicht eben etwas anderes eingekauft als das vielleicht die Frau wollte.

00:24:20: Das muss mir ja schon sagen... wenn man nicht wirklich dagegen steuert und bewusst dagegen steht, fast automatisch passiert.

00:24:29: Weil aufgrund der Tatsache dass Frauen die Kinder bekommen und dann ja oft doch ein paar Monate zu Hause sind ist es ja schon so das sie mehr Praxis bekommt in diesem Überblick haben über das was alles in diesem System notwendig ist.

00:24:41: Und wenn ich ihn war vielleicht sogar zwei Jahre das vielleicht überwiegend mache, bin ich natürlich besser in dem.

00:24:48: Ist ja eh logisch weil ich habe ja mehr Übung drinnen!

00:24:51: Ich weiß es ja.

00:24:52: und dann entsteht schon ein bisschen so eine Ungleichgewicht wo man wenn man nicht wirklich sehr darauf schaut sich das immer mehr verstärkt über die Jahre und wenn man da nicht eben achtsam ist und sagt okay bis zum gewissen Grad ist das ganz was Natürliches.

00:25:06: und jetzt ändern wir's oder gleichens wieder an weil jetzt gehst du auch wieder arbeiten.

00:25:12: Bitte nicht falsch verstehen, sondern du arbeitest und jetzt bist du aber auch wieder berufsätig.

00:25:17: Und

00:25:18: oftmals ist es so, dass genau der gedankliche Prozess und der Angleichungsprozess nicht passiert und die Frau sich dann wieder findet in dem jetzt habe ich das zu Hause alles und ich kriege dauernd noch was dazu, dann krieg ich vielleicht ein zweites Kind, dann verstärkt sich das, wie wir wieder mehr Verantwortung im Berufsleben haben, wenn meine Eltern alt, dann muss sie tief pflegen Und dann führt es dazu, dass wir heute Zahlen haben, dass jede vierte Frau im Stillen beantwortet ist.

00:25:43: Das heißt in Funktionsmodus und das ist auch nun einmal eine Tatsache, dass man in so einer Erschöpfung hineinkommt weil's so komplex ist aus welchen Gründen auch immer.

00:25:52: aber damit zu schauen, das sind Symptome jetzt kann man wieder auf die Ursachen schauen aber symptomatisch ist es also in unserer Gesellschaft diese Vereinbarkeit nach wie vor erschöpft.

00:26:05: Das glaube ich kann man mal sagen Oder?

00:26:09: Absolut.

00:26:12: Und ich glaube, dass das...

00:26:14: Was erlebst du im Coaching so?

00:26:16: oder hast da Beispiel wie man aus dem rauskommt als Paar, wie Einzelpersonen aus dem herauskommen?

00:26:26: Also ich habe konkret gerade einen Klienten der sehr verzweifelt ist weil er nicht weiß wie.

00:26:33: Weil er ist wirklich gekommen und hat gesagt, er kann es nicht recht machen.

00:26:36: jetzt hat er Führung und sagt, zu Hause habe ich immer wieder gehört über die Jahre ein inkompetenter Praktikant.

00:26:44: Ich hab das Gefühl, kann gar nichts richtig machen!

00:26:47: Es wird nur diskutiert.

00:26:48: meine Frau will einerseits dass sie die kleinen ins Bett liegt.

00:26:51: wenn es in ins Bett legt und sie schreit ein bisschen steht sich nach zwei Sekunden Da sagt, du kannst das nicht.

00:26:56: Reiß mal die Kleine mehr oder weniger aus der Hand und ich weiß nicht wie ich tun

00:27:00: soll.".

00:27:01: Und wir arbeiten daran genau an dem was ich vorher gesagt habe dass er sich hinstellt.

00:27:05: Dass er sich nicht scheut in dieses Gespräch zu gehen auch in diese... weil ist ja auch ein Vertrauensthema.

00:27:12: jetzt hat die Frau gelernt wie man zum Beispiel die kleine hinlegt und nachdem es eher nicht so oft tut ist die kleine das nicht so gewohnt.

00:27:19: Ist ja auch ganz was natürliches nicht weil er etwas falsch macht sondern eine bestimmte Abläufe gewohnt ist.

00:27:27: Und dann auch mit der Frau drüber zu reden, dass das Teil von einem notwendigen Prozess ist, dass man den nicht überspringen kann?

00:27:35: Aber dass es eben falsch ist jetzt zu sagen nur weil er es vielleicht nicht so macht wie sie Nummer eins oder die kleine jetzt wirklich einmal mit Überraschung, Weinen, Frustration oder so irgendwie reagiert, sozusagen.

00:27:48: deshalb brechen wir das Ganze jetzt ab sondern ganz im Gegenteil weiterzugehen!

00:27:53: weiterzumachen.

00:27:54: Das gegenseitiges Vertrauen da auch wachsen kann, dass das er blühen kann.

00:27:59: und also er ist ganz bemüht und lernt gerade da kompetent zu sein und sich nicht zum Praktikanten machen zu lassen sondern hier wirklich auf Augenhöhe zu bleiben und es in Anspruch zu nehmen.

00:28:18: Also wirklich auch in Anspruch zu nehmen.

00:28:20: hab hier was mitzureden und ich bring mich herein.

00:28:27: Und ich lass mir auch da nicht

00:28:31: wegtreiben.".

00:28:34: Das ist das, was gerade aktuell da ist.

00:28:36: Und Frauen, die haben wir natürlich auch im Coaching ... Ich habe auch Paare im Coaching.

00:28:41: Ich hab zum Beispiel ein Paar im Coache.

00:28:43: Die haben gesagt, bevor wir Kinder gehabt haben, wir haben gar nicht gewusst, dass wir schreien können.

00:28:46: Hab ich glaube schon noch mal erzählt?

00:28:48: Und die Kinder bringen uns um den Verstand so beide!

00:28:54: Die machen alles zusammen, die machen alles gemeinsam.

00:28:59: Und das ist auch nicht die Lösung.

00:29:00: Also dazu sagen wir sind immer da in der Kommune eigentlich.

00:29:03: Wir sind meistens zu viert und wir versuchen das alles.

00:29:06: Da geht es dann wieder eher darum, zu sagen wir trennen einmal Dinge voneinander wie entlasten einander einer übernimmt unter andere lasst man laufen also sie sehr sehr individuell verschieden was in familien systemen gebraucht wird damit eigentlich jeder seinen Platz auch finden kann.

00:29:23: Und vor allem glaube ich, dass es oft verabschiedet wird auf paar Ebenen da sich Zeit zu nehmen über diese Dinge zu sprechen und wenn gerade nicht die akute Situation ist nämlich in diesem zum Beispiel zu Betge-Situation wo dann... gekifft wird, wo dann plötzlich sich das verlagert von dem wie gehen wir mit dem Kind umhin zu dem.

00:29:45: Jetzt du machst dich so und ich gebe dann oft die Medaille und sage auch wer ist gerade am Steuerrad?

00:29:53: Wer hat grad den Kochlöffel in der Hand?

00:29:56: Und dass es oft sehr hilfreich ist zu sagen Wir wechseln das!

00:30:00: Und jetzt hast Du das aber auch in der hand wie das weitergeht.

00:30:05: Wer ist jeder Bestimmer?

00:30:06: Wer ist hier die Bestimmerin haben wir oft gesagt in unserer eigenen Familie.

00:30:12: Wer ist jetzt hier die Bestimmerin?

00:30:15: Und das haben wir auch dann ganz klar, in der Situation zu haben und in Gesprächen vorher auch zu sagen also zu planen.

00:30:25: Das führt uns übrigens direkt zum Tabu des Themas.

00:30:36: Ich bin halt leider unabkömmlich und für alles zuständig.

00:30:41: Ja,

00:30:42: schwingt immer wieder auch mit!

00:30:44: Schwingt doch bei den Frauen, ich mache ja auch viel im female empowerment Bereich natürlich.

00:30:50: Das hat so beide Komponenten, das erlebe ich sehr stark auch bei Frauen.

00:30:57: Dass eine Seite sich auch bestätigt fühlt und dass eine Seite genährt wird durch dieses Gebrauchtwerden.

00:31:05: Wir wachsen so auf, also auch schon muss man immer noch sagen wir sind so sozialisiert gerade als Frauen, dass wir uns kümmern und das kümmerne super Eigenschaft ist und dass wir wertvoll sind!

00:31:18: Wenn wir für andere was tun und wenn man uns um andere kümmern.

00:31:23: Und deshalb ist es gar nicht so leicht, auch wenn sich die andere Seite wahnsinnig wünscht zu sagen ich möchte abkömmlich sein Ich möchte dass das Radler ohne mich rennt ganz loszulassen und das auch wirklich zu machen umzusetzen.

00:31:40: Es ist eigentlich wie in der Führung, wie im Führungsrollen wo man eigentlich die größte Angst davor hat dass es ohne das Team läuft wenn ich auf Urlaub bin weil eigentlich fühle mich dann überflüssig und immer wertvoll und glaube ich werde wegrationalisiert.

00:31:53: Und was ist denn so?

00:31:54: das Rollenverständnis?

00:31:56: Wie siehst du das?

00:31:59: Ja absolut!

00:32:01: Mir ist gerade noch etwas anderes eingefallen.

00:32:06: Wir sind jetzt sehr so in diesem Familien-Kontext, wo das Riesenthema ist.

00:32:12: Es ist allerdings nicht nur im Familienkontext sondern ein Unternehmen genau so ein Thema.

00:32:15: Ich kann mir erinnern an einen Unternehmer für den ich vor längerer Zeit mal gearbeitet habe und das Thema war dass der es war sein eigenes Unternehmen.

00:32:25: Er hat das aufgebaut.

00:32:27: Er war wirklich sehr erfolgreich und dieser Erfolg hat letztendlich seine Schwierigkeiten erst befeuert Weil er sich wirklich gut ausgekannt hat in allen Unternehmensprozessen und jetzt wächst das Unternehmen.

00:32:40: Und ihr kontrolliert weiterhin alle Prozesse mit, weil bei Unternehmen gibt es immer so Schwellen wo man dann die Struktur ändern muss und eine äußere Struktur zu ändern bringt ja gar nichts wenn die innerliche Struktur der Führungskräfte sich nicht ändert.

00:32:53: also des Inneren muss ich dem Äußeren entsprechen.

00:32:55: und das war die große Schwierigkeit und der hat dann schon fast nicht mehr schlafen können Weil er alle Unternehmensprozesse mitgedacht hat und da hatte aber schon hundert Mitarbeiter gehabt.

00:33:06: Und das wollte ich irgendwie nur noch ergänzen, weil das jetzt quasi kein aus meiner Sicht kein gender-spezifisches Thema ist auch wenn es im Alltag mehr Frauen mit Sicherheit mehr Frauen betrifft.

00:33:19: Mir ist ein Zitat von der Gundl Kutscherer da jetzt eingefallen die mal gesagt hat, wir müssen uns auch überlegen wer diese Männer denn erzogen hat, die das nicht verstehen.

00:33:33: Was sagst du dazu?

00:33:35: Ja also das ist eine ganz legitime Frage und ich glaube dass... Das kann ja aus meiner eigenen... Situation heraus sagen, dass ganz, ganz tiefe Muster greifen für uns Frauen.

00:33:51: Also ich bin jetzt fünfzig und ich hoffe das es in der nächsten Generation schon wieder ein bisschen anders ist.

00:33:57: Ich bin aber noch so erzogen also es geht langsamer will ich damit sagen als man das vielleicht sich wünschen würde.

00:34:04: was gibt man denn tatsächlich weiter?

00:34:07: Ich

00:34:08: glaube die Lösung wäre das auf paar Ebene vorzuleben.

00:34:15: glaubst du, das ist deine Aufgabe diese Verantwortung zu übernehmen.

00:34:19: Und zwar nicht bewusst sondern bewusst kannst du ja super selbstbewusst sein auch Aufgaben verteilen und so weiter.

00:34:25: aber doch ganz tief in dir das Muster da ist ich bin dafür zuständig Ich bin dann eine gute Mutter wenn oder ich bin dann wertvoll wenn ich die Familie zusammen halte Wenn ihr die Fäden letztlich in der Hand habt wenn ich auch mediiere zwischen den Leuten.

00:34:42: sagen wir es kurz, die Verantwortung für dieses Gesamtsystem übernehme.

00:34:45: Und wenn du diese Verantwortung fühlst, wenn du das deine Aufgabe empfindest, dass das so ist letztlich?

00:34:53: Dann ist es so, dass du's dann auch doch wieder weitergibst!

00:34:57: Meine Hoffnung ist immer, dass die Burschen in meinem Fall ja, wenn sich das System ändert, auch dazu lernen... Und sie lernen dazu.

00:35:09: Auch so ein bisschen vertrauensam und absolut zu verzweifeln, und wieder die ganze Schuld jetzt da bei uns zu suchen.

00:35:14: Wir tun unser Bestes!

00:35:15: Wir sind so bewusst wie es geht, wir tappen in Fallen zu sagen... Es geht über die Generationen mit Bewusstseinsarbeit gemeinsam sicherlich nur gemeinsam ein Stück immer immer wieder weiter.

00:35:30: Das ist so die Hoffnung.

00:35:31: Wenn du jetzt gesagt hast auch in Unternehmen, das ist ja das Thema Micromanagement.

00:35:36: Zu sagen wo habe ich und es haben sicher vielleicht Männer dann auch wieder mehr gelernt?

00:35:41: Ich hab die Aufgabe für Gesamtsysteme Verantwortung zu übernehmen beruflich weil das ist Karriere, weil das kann nicht, das muss sich auch können als Mann dass sich dann auch in Führungsetagen des Breitmachter sich kontrollieren muss in der Führungen.

00:35:58: Und dann tut man natürlich auch, wenn es war schwer da loszulassen und zu vertrauen.

00:36:02: Das heißt wie können wir eigentlich erreichen dass wir so in eine Vertrauen gehen können oder unsere Strukturen auch so aufziehen, das System so aufziehen, dass das auch vertrauenswürdig ist?

00:36:14: Also... und das ist Arbeit glaube ich!

00:36:21: Das

00:36:21: ist einfach Arbeit.

00:36:22: So dass das Ziel eigentlich ist, wenn die Frau weg ist in Barcelona oder der Mann auf Urlaub im Job oder umgekehrt ... Die Person, die man daran denken muss was jetzt gerade zu Hause passiert.

00:36:35: Das wäre ja eigentlich das Schöne!

00:36:37: Wenn wir wirklich Pausen uns gönnen würden und einander... Systeme erschaffen, miteinander beruflich privat.

00:36:43: Egal welches Gender, egal welchen Alters, dass man sagt wer übernimmt was wann wie so das mal die Leute wirklich Pause haben die mal draußen

00:36:53: sind.

00:36:53: eine heute nahezu hitzige Diskussion hier und ich bin neugierig wer eine Zuhörerinnen zuhörer Frage heute stellt.

00:37:06: Wir dürfen den Alex wieder bitten, die vorzulesen.

00:37:08: Übrigens an dieser Stelle bitte gerne wieder Themen an uns schicken und gleich zuhörerinnen Fragen dazuschreiben.

00:37:16: Also vielen Dank übrigens für alle Themen, die bei uns angeln.

00:37:20: Das sind wirklich einige mittlerweile.

00:37:22: Und bitte gerne Fragen gleich mitschreiben.

00:37:25: Danke!

00:37:25: Ja ich find's spannend.

00:37:26: also es ist da jetzt nicht so richtig eine Frage sondern eher ein So, eine Überlegung oder ich lese es ein bisschen länger.

00:37:35: aber ich habe mir gedacht das passt jetzt gerade super zum Abschluss was ihr geredet habt.

00:37:40: Und zwar super dass ihr das Thema aufnimmt.

00:37:43: meine Frau und ich reden viel darüber und hatten auch schon die einige Konflikte deshalb wie viele andere.

00:37:50: Aber es ist uns wichtig hinzuschauen und zu verstehen.

00:37:53: Darum wollten wir mal einen Gedanken mit euch teilen, der uns in unseren Gesprächen gekommen ist.

00:37:59: Kann es sein dass Mental Load im Privatleben auch deshalb so ein sensibles Thema ist?

00:38:03: Weil Frauen sehen das ihre Verantwortung ihr tun und alles was zu planen etc.

00:38:10: nicht gesehen oder ernst genommen wird?

00:38:12: weil ein Mann die eine hohe Verantwortungsposition hat Hat vielleicht auch Mental-Load.

00:38:18: wie Gedanken kann er nicht abstellen, Tag und Nacht nach die Last der Verantwortung spüren etc.

00:38:24: Aber gesellschaftlich wird das einfach anders gesehen und anerkannt zum Beispiel Entlohnung, Status oder durch den Chef.

00:38:32: Dadurch ist es tragbarer.

00:38:34: Wie seht ihr das?

00:38:36: Grüße von Peter und Ines.

00:38:39: Ja liebe Innes Lieber Peter.

00:38:43: Also aus meiner Sicht sehe ich das so.

00:38:46: Ich würde gerne in Richtung Lösung gehen.

00:38:53: zu dieser Frage.

00:38:54: Ich glaube, dass die Lösung in einer gerade zu radikal gedachten Eigenverantwortung steckt Das heißt, so wie die Doris das zuerst ausgeführt hat.

00:39:09: Wenn ein Paar so eine Diskussion hat, dass man sich sehr bewusst wird ja wie will ich denn leben?

00:39:17: Was sind denn die Aufgaben?

00:39:19: Wer bin ich denn geworden plötzlich oder was ist aus mir?

00:39:22: Was ist aus uns geworden und wo wollen wir hin?

00:39:25: Und was ist wirklich dieser eigene Anteil den ich in der Hand habe?

00:39:32: emotional, mental wie auch dann faktisch und mit dem in Diskussion gehen.

00:39:37: Und es gibt sicher viele tolle Gespräche.

00:39:41: wir werden auf Mikro-Ebene oder auf Familienebene nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen können aber ich glaube wenn sich das Mindset in den sozusagen kleinen Zellen der Gesellschaft ändert dann wird so einen riesigen Hebel haben dass die nächste Generation hoffentlich... Jetzt schaut momentan nicht so aus, aber gehen wir mal von einer super Zukunft aus.

00:40:06: Dass die nächste generation nie mehr weiß wovon wir damals gesprochen haben.

00:40:13: Und gleichzeitig nicht so viel zu erwarten?

00:40:18: Die kleinen Dinge, die wir schon schaffen zu wiederholen, die sich reingraben in den Alltag auch da das zu würdigen und Das System nicht wieder mit einem neuen Lot zu überlasten, dass wir uns jetzt wieder optimieren müssen.

00:40:34: Was man alles falsch gemacht haben, das fällt mir immer dazu ein.

00:40:37: Wenn du sagst, radikale Selbstverantwortung, gefällt mal gut auch zu sagen, that's it!

00:40:44: Es ist wie es ist und es wird was wir daraus machen.

00:40:47: Und wir machen das so gut, wir können... Wir setzen uns auseinander.

00:40:52: Wir können uns eingestehen, dass sie noch nicht perfekt sind.

00:40:56: Schauen wir, wie wir ab hier jetzt weitermachen.

00:41:00: Diese vielen entspannten kleinen Gespräche über das was ist und wo man vielleicht ein bisschen am Schräubchen drehen kann und wofür man jetzt schon dankbar sein kann und was sich schon verändert hat und wo ich hin möchte fühlt sicher sukzessive dorthin dass Mentellot vielleicht weniger wird, bzw.

00:41:26: besser aufgeteilt wird und letztendlich das Leute gesünder und glücklicher und zufriedener sind.

00:41:34: Wobei man da jetzt noch einfällt was wir immer tun können ist würdigen!

00:41:38: Und wenn wir mehr beginnen... den anderen für das zu schätzen und zwar nicht zu loben, weil wir es gehört haben.

00:41:46: Sondern was kann ich denn wirklich würdigen?

00:41:49: Was ist das, was ich vielleicht auch nicht sehe, weil's nicht mein Bereich is'.

00:41:55: Was bringt die andere Person eigentlich ein?

00:41:57: Und da viel großzügiger zu werden!

00:41:59: Es kommt vielleicht nicht perfekt, es kommen vielleicht nicht immer aber es ist so motivierend wenn jemandes sieht und es geht uns doch allen gleich egal wer man sind.

00:42:09: Wir hätten gerne... nicht so kritische Menschen um uns herum.

00:42:13: Wir selber sind ja die kritisch, die größten Kritiker von uns selber.

00:42:17: Also da mein Liebevoller mit sich selbst aber vor allem auch mehr in dieses Dankgesagen, ich seh das!

00:42:25: Ich kann es nicht ganz nachvollziehen, aber ich sehe das oder ich sehe dass du müde bist genau was du vorher gesagt hast.

00:42:30: Das Emotionale auch mal.

00:42:32: dir geht's jetzt gerade nicht gut, ihr braucht das jetzt nicht beurteilen, Du musst man nicht erklären warum?

00:42:37: Ich nehme dich einfach in den Arm und bin einfach dafür Dich.

00:42:43: so geht, ich glaube das wäre auch günstig und da braucht man nicht ganz viel verändern.

00:42:48: Es geht immer, es geht gleich und es kostet nix oder?

00:42:53: In diesem Sinne wollen wir uns bei euch sehr herzlich bedanken fürs Zuhören für's Zuschauen.

00:43:02: ihr könnt wieder liken, ihr könnt uns schreiben.

00:43:06: Ihr könnt von uns erzählen und natürlich bitte gerne schickt unser E-Mail mit euren Wünschen, mit eurem Ideen.

00:43:14: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:43:16: So jetzt muss ich noch sagen vielen dank Clemens, vielen Dank Alex für euren Mental Load für diesen Podcast weil wir zwei setzen uns hierher Und wir haben nichts anderes zu tun, als die Themen vorzubereiten und das zu machen.

00:43:31: Aber alles was rundherum ist, alles was niemand sieht, das macht's ihr!

00:43:35: Und habt sogar noch Hilfe bei einem Hintergrund.

00:43:37: also da gehört wahnsinnig viel dazu damit wir da sitzen können und das tun können und deshalb möchte ich mich bei euch bedanken.

00:43:47: Danke schön, danke auch von mir.

00:43:50: tschüss bis zum nächsten Mal.

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